Ausstellungen 2007

Künstler der Galerie Nero
30. November 2007 bis 5. Januar 2008

Eröffnung: Freitag, 30. November, 19:00 Uhr Einführung: Dr. Peter Lodermeyer, Kunsthistoriker, Bonn

Künstler der Galerie Nero

Zum Jahresabschluss zeigt die Galerie in einem "vorausschauenden Rückblick" sowohl eine Auswahl noch nicht gezeigter Werke der bereits ausgestellten Künstler, als auch Arbeiten von Künstlern, die Sie im Laufe des kommenden Jahres in Einzelpräsentationen näher kennen lernen können.

Zu sehen sind neue faszinierende Werke von Joachim Hiller, die ihn abermals als "Meister der Strukturen", wie er jüngst von einer Kunsthistorikerin genannt wurde, auszeichnen, ältere abstrakte Arbeiten des in Deutschland lebenden chinesischen Künstlers und Kunstprofessors Qi Yang, der 90er Jahre Ausnahmekünstler Rainer Görß wird mit noch nicht gezeigten Arbeiten aus verschiedenen Schaffensperioden vertreten sein, es gibt ein Wiedersehen mit der französischen Farbmalerei von Patrick Baillet, den eigenwilligen Papierarbeiten der Mainzer Künstlerin Sandra Heinz, der abstrakten Foto-Kunst von Thomas Wunsch und außerdem Grafiken der klassischen Meister des Informel Antoni Tàpies und K.R.H. Sonderborg.

Als ersten Ein- und Ausblick auf das neue Jahr zeigt die Galerie Arbeiten der Wiesbadener Künstlerin Margareta Tovar, die sich mit zeichnerisch anmutender Malerei ganz der Linie verschrieben hat, die in New York und München lebende Künstlerin Caro Jost präsentiert ihre „Streetprints“, auf denen Städte wie München, Berlin und New York ihre Gesichter in einer eigenwilligen Technik verewigen und die Schweizerin Trudy Ouboter, eine Schülerin der ZHOU-Brothers, die ebenfalls im nächsten Jahr zu sehen sein werden, farbige Papierarbeiten mit eigenwilliger Pinselführung.

Auf der diesjährigen Wiesbadener Zusammenkunst im Kunsthaus am Schulberg in Wiesbaden, die ebenfalls am 30.11.2007 ab 17.00 Uhr eröffnet wird, zeigt die Galerie Nero an drei Tagen jeweils Arbeiten der Künstler Thomas Wunsch , Fotografie (30.11.), Qi Yang, Malerei (01.12.) und Lluis Cera, Skulptur (02.12.).


ZusammenKunst in Wiesbaden
30. November – 2. Dezember 2007

3 Tage – 33 Künstler Kunsthaus am Schulberg 10

30. November 2007
17.00 – 22.00 Uhr

1. + 2. Dezember 2007
11.00 – 18.00 Uhr

Die Galerie Nero zeigt am 30. November Fotografien von Thomas Wunsch, am 1. Dezember Malerei von Qi Yang und am 2. Dezember Skulpturen von Lluis Cera.


Thomas Wunsch - Fotografie
12. Oktober bis 24. November 2007

Eröffnung: Freitag, 12. Oktober, 19:00 Uhr

Thomas Wunsch

Unscharfe Gegenstände oder Figuren und Formen, die viel Interpretationsspielraum lassen und somit eine eigene Welt formen – das zeichnet die Fotografien von Thomas Wunsch in erster Linie aus. Sie zeigen den informel-abstrakten Aspekt seiner Arbeit und erwecken zudem den Eindruck, als wären sie aus einer anderen Epoche. Das liegt zum einen an ihrer formalen Strenge, die in heutigen Hochglanz-Fotozeiten wie aus einer anderen Zeit erscheint, zum anderen aber auch an den Schatten, Brüchen und Verwischungen, die seinen Bildern innewohnen. Wir erkennen vielleicht Aspekte von eigenen Beobachtungen oder Traumfragmenten. Der Fotograf sagt: „Ich möchte mit meinen Fotos die Seele der Menschen berühren. Wenn das gelingt, dann haben sie entfalten können, was ich in sie hinein gelegt habe.“ Er bezieht sich mit dieser Aussage auf das Mystische, das in den Dingen steckt.
Seine auf der ganzen Welt entstehenden Fotografien sind nach dem Auslösen selten schon fertig. Die Ingredienzen, die Thomas Wunsch für seine Bilder benötigt, sind ein lichtunempfindlicher Film - und die sich daraus ergebenden langen Belichtungszeiten - und ein Computer, an dem das Diapositiv als Ausgangsmaterial extrem verändert wird.

Thomas Wunsch beschäftigt sich schon seit seiner Kindheit intensiv mit der Fotografie. Erste Erfolge erzielte er dann als Teenager, als er bei dem einzigen Fotowettbewerb, an dem er je teilnahm unter 250.000 Teilnehmern den 4. Platz errang. Bereits mit 17 Jahren folgte sein erster Aufenthalt in den USA, wo er Mitglied in der Kodak Young Photographers League wurde. 1980 gründete er ein eigenes Fotostudio in Hamburg und widmete sich der kommerziellen Fotografie mit den Schwerpunkten Mode, Still Life und Portrait (er machte Aufnahmen von Barbara Streisand, Frank Zappa, Debra Winger, Wolfgang Petersen, Joachim Kühn, Steve Reich uva). 1983 und 1984 stellte die Hamburger Galerie Palme seine Bilder erstmals aus. 1984 übersiedelte Wunsch dann in die USA und arbeitete als Standfotograf in einem New Yorker Filmstudio. 2001 begann die Zusammenarbeit mit dem Münchner Plattenlabel ECM. 2005 und 2006 folgten weitere Ausstellungen seiner Arbeiten im Studio 01 und in der Galerie KunstWerk in Wiesbaden sowie Gruppenausstellungen in Berlin, Polen, Belgien und Spanien.

Wunschs konsequent umgesetzte Bildsprache mit unscharfen Konturen hat sich mit den Jahren so dynamisiert, dass er mittlerweile sein ganzes fotografisches Schaffen dem international renommierten Münchner Plattenlabel ECM verschrieben hat.
Das 1969 von Manfred Eicher gegründete Label produziert hochkarätige Jazz-, Neue Musik- und Klassikplatten und legt großen Wert auf Qualität in allen Bereichen seiner Produktionen. Hochkarätige Musiker, herausragende Kompositionen oder Improvisationen und die Gestaltung der Cover mit ihren individuellen Bildern formen sich hier zu einem unverwechselbaren Ganzen. Zahlreiche Fotografien von Thomas Wunsch sind dafür verwendet worden. Zu sehen sind sie nun im Original als Teil der Ausstellung in der Galerie Nero.


Rainer Görß
Dritte Wege
Bilder-Objekte-Zeichnungen-Video

24. August - 6.Oktober.2007

Rainer Görß

"Auf den Wegen haben wir die Karten verändert, jetzt ändern sie unsere Wege".

Die Motivwelt des Zeichners, Objekt- und Videokünstlers Rainer Görß aus Berlin und Brandenburg thematisiert Organisationsstrukturen zwischen Stadt und Land, in form von Objekten, Materialprozessen, Architekturzeichen und Kartografiefiktionen. Basis seiner Arbeiten ist das Spannungsfeld zwischen freien bildnerischen Arbeiten, Auftragsdokumentationen und Image Videos über Architektur, Wirtschaft und Geschichte. Aus den Materialsammlungen des Künstlers entsteht so seit Jahren ein „Mnemotop“, das Fragmente denkbarer Gesellschafter Gedächtnisformen zwischen Erinnern und Vergessen zitiert.

Die Ausstellung verbindet Arbeiten aus den letzten 15 Jahren mit neusten Zeichnungen, Objekten und Videoarbeiten. Zwischen den Dimensionen zeichnen sich hier in Bildobjekten, Grafiken und Materialprozessen, Szenarien ab. Aus Pigmentpixelreliefs und in Objektkästen entstehen thematische Räume einer Anzeichen suchenden Metaphysik. Viele Bilder gleichen Wandfragmenten, gebauten Farbräumen, einer Patina von Erinnerungsschichten gleich. Klassik- und Futurismusfragmente überlagern sich und führen in weite Ausblicke oder bezeichnete Wimmelbild-Urbanitäten. Den Hintergrund vieler Farbgrafiken bilden „Histolografien“. Die in den letzten Jahren vom Künstler entwickelte grafische Technik zieht einen fließenden Schnitt durch Stein und Bein und gibt sich im Ergebnis als innere und äußere Landschaftsfiktion zwischen Mikro- und Makrokosmos. Die so entstehen Projektionsflächen für „Miniatur-Monumentalismen“ oder Organigramme, berühren denkbare Wege durch Anschauungen. Am Ende der Ausstellung stellt sich kein einfach einprägsames, künstlerisches Markenzeichen aus. An dieser Stelle steht das Video „Logolog„ - eine Dokumentation zur Logo und Markenzeichengeschichte, begleitet von einem dokufiktiven, kartografischen Planwerk. „In den Zeichen zwischen sozialistischen Realismus und sozialen Realismus streunt die Metaphysik“

Vita

Rainer Görß Deutschland
1960 DDR geb. in Neustrelitz 1962 Berlin Arbeit in Industrieberufen u. an Theatern 1982-89 Studien Plastik, Bühnenbild, Malerei/Grafik Kunsthochschulen Berlin und Dresden lebt und arbeitet in Berlin Mitte und in Heinersdorf, Land Brandenburg

1985 – Div. Ausstellungen und Installationen u.a. in (Auswahl)
„Metropolis“ Zeitgeist M. Gropiusbau Berlin „Art Now“ Tokio, Arte Amazonas Rio d.Janeiro
“Biosphäre II” Tucson USA, Biennale- Sidney, Venedig „Das szenisches Auge” London“
“Randonnee” Torino-“Mnemotop” G,I,Yaounde Camerun, “Occidente inperveto” _Fotobiennale Maze Gal Torino, “Unter dem Dach” Manege Gal. Moskau

2000 Foto und Video Dokumentationen „Volxeigenheim“ Rohkunstbau Brandenb. “Potzplatz“ 6.Int.Fest.für Architektur Video, Florenz „ Paradieso@ Diaspora“ „lungo Lago“, Centrum Judaicum Stift. Neue Synagoge Berlin „ (er-) schrecken -Terror IfA Institut für Auslandsbeziehungen Berlin, „Logolog“ CO Berlin the cultural Forum for Photographie.


Joachim Hiller - Malerei und Reliefs
Antoni Tàpies - Grafische Werke

15. Juni bis 28. Juli 2007
Eröffnung: Freitag, 15. Juni, 19.00 Uhr
Einführung: Dr. Roland Held, Darmstadt

Die Galerie Nero zeigt vom 15. Juni bis zum 28. Juli 2007 Gemälde und Reliefbilder von Joachim Hiller in Kombination mit grafischen Arbeiten des katalanischen Künstlers Antoni Tàpies.

Bei Tàpies ist der Kunstbegriff durch sein Interesse an mystischen Texten, sein Engagement für die katalanische Kultur und durch die Atmosphäre Barcelonas geprägt. Bei Hiller steht die Faszination für Naturprozesse und von ihnen erzeugte Strukturen im Vordergrund.
Hiller interessieren zuallererst Naturvorgänge, physikalische Verwitterungsspuren, wie zum Beispiel das Abbröckeln von Farbschichten. In seinen Reliefs erschafft er aus malerischen Prozessen Strukturen, die mehr oder weniger deutlich an Verwitterungsstrukturen auf Mauern erinnern.
Viele Bilder von Tàpies sehen auch aus wie Mauerstücke, sie sind reliefhaft gestaltet. Das bedeutet, das Bild wird zu einem realen mauerartigen Objekt. Als solches wird es zum Träger privater und politischer Zeichen, zum Medium poetischer Bildzeichen.

Joachim Hiller, 1933 in Berlin geboren, war nach dem Kunststudium in Berlin als Werbegrafiker und Artdirektor in Frankfurt am Main und Hamburg tätig. 1969 zog sich Hiller aus dem Agenturleben zurück und widmet sich seitdem ausschließlich seiner Malerei. So ist in vierzig Jahren ein umfangreiches Werk entstanden.
Seine Bilder erzielten 2006 beachtlichen Erfolg und reges Interesse auf den Kunstmessen in Karlsruhe, Köln und Zürich. In diesem Jahr wird sein Werk neben weiteren Ausstellungen in Berlin und Hamburg auf den Messen in Seoul (Südkorea) und Santa Fé (USA) vorgestellt.

Antoni Tàpies i Puig wurde 1923 in Barcelona geboren und gilt als der wichtigste spanische Maler und Grafiker der informellen Kunst. 1946 nimmt der Katalane einem dreijährigen Jurastudium seine malerische Praxis wieder auf und entwickelt seine eigene künstlerische Sprache. Ende 60er Jahre nimmt er öffentlich Partei für eine unabhängige Kunst und schöpferische Freiheit. Tàpies ist auch politisch aktiv, wandte sich gegen die Franco-Diktatur und setzte sich für die Amnestierung politischer Gefangener ein.


QI YANG

Das Doppelglück
Malerei und Objekt
20. April - 9. Juni 2007
Eröffnung: Freitag, 20. April, 19.00 Uhr
Einführung: Dr. Roland Held, Darmstadt

Die Spannungen zwischen Kultur und Tradition seines fernöstlichen Geburtslandes und seiner heutigen westlichen Heimat prägen das Künstlerdasein von Qi Yang. Seine ihm eigene Bild- und Formsprache entwickelt er auf der Grundlage seiner Erfahrung mit der chinesischen Philosophie, der überlieferten chinesischen Kunst und der Meditationspraxis einerseits und seiner Kenntnis mit den Strömungen der westlichen Kunst anderseits. Aus diesem Widerstreit heraus bezieht die Kunst von Qi Yang ihre innere Triebkraft und legt so die vielfältigen Überschneidungen der unterschiedlichen Welten im permanenten Schaffensprozess des Künstlers offen.

In der Malerei des Künstlers wird eine eher oberflächliche Anlehnung an den "Abstrakten Expressionismus, den Tachismus und des Informel sichtbar. Er beabsichtigt die Maltechniken des abstrakten deutschen Expressionismus mit der philosophischen Vernunft des Daoismus im Sinne von "Die großen Erscheinungen sind ohne Form" zu verbinden. Die Farbtöne sind einfach und klar, die Pinselführung schlicht und ungezwungen, die Rhythmik ist abstrakt, verändert sich fortwährend und hat so Qi Yangs eigenen Malstil geformt.

 

QI YANG
1952 geb. in Wuhu, VR China
1978-82 Bachelor of Arts der Normal University Anhui, Wuhu
1987 Beginn des Kunstaustausches als freischaffender Künstler in Deutschland
1996 Promotion am Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg
1999 Ernennung zum Professor für Freie Malerei an der Akademie der Künste, Universität Anhui, VR China
Seit 2003 Visiting Professor für Freie Kunst der staatlichen Kunstakademie Xi´an, VR China
2003-05 Lehrbeauftragter Professor für Malerei, Bergische Universität Wuppertal
2004 Unesco-Kunstprojekt "Humanität", Frankfurt
2005 Beirat der Indentity Foundation, Teilnahme an der "2. Peking Biennale"
2007 Kurator des Kunstkuratoriums der Bethe-Stiftung

 

Einzelausstellungen (Auswahl ab 2000)
2007 Kulturprozess, Stadtmuseum Ratingen
Vision-Zeit-Raum, Galerie Beethovenstrasse, Düsseldorf
2006 Beyond the Heaven, Von der Heydt Museum, Wuppertal
8888 = Vier Mal Glück, Künstlerzeche Unser Fritz 2/3 Herne
Kulturprozess, Museum Bentlage und Kulturforum, Rheine
Das Namenlose - Der Weg, Galerie Ruhnke, Potsdam
Beyond the Heaven, Ludwig Museum, Koblenz
2005 Beyond the Heaven, National Art Museum of China, Peking
Verdi oder Peking Oper, Gallery Hai-Shang-Shan, Shanghai/VR. China
2004 Inszenierung - Malerei und Objekte, Galerie Pudelko, Bonn
Über das Nichts heraus, Rheinisches Landesmuseum, Bonn
Bilder, Installationen und Video, Bethe-Stiftung, Wuppertal
2003 Stein Raum Zeit, Rhein-Sieg Kunstverein, Siegburg
Stein Raum Zeit, Stadtmuseum Beckum
Stein Raum Zeit, Verein Kunst Kultur Justiz, Köln
Schwarz-Weiß-Impressionen, Kunstverein Oberhausen
Von Zeit zu Raum, Kunstverein Krefeld
2002 Galerie Pudelko, Bonn
Cultural Identity?, Ludwig Museum, Koblenz (mit Masumi Hayashi USA usw.)
Galerie Annamarie M. Anderson, Zürich
Galerie Beethovenstrasse, Düsseldorf
Museum der Xi´an Kunstakademie/VR. China
Mus nm p eum Zhu Jizhan, Shanghai/VR. China
Zentrum für Zeitgenössische Kunst, USTC Hefei/VR. China
2001 Bilder und Installationen, Universität Witten
Dialog der Weltkunst – Bilder und Installationen, Museum Villa Rot, Ulm
2000 Galerie Annamarie M. Anderson, Zürich
Zentrum für Interdisziplinäre Forschung der Universität Bielefeld
Galerie Baal mit dem Bielefelder Kunstverein
Bilder und Arbeiten auf Xuanpapier, Galerie Pudelko, Bonn
Der Wind ist namenlos, Nanjing Museum/VR. China

 

Gruppenausstellungen (Auswahl ab 2000)
2007 "Approach"; – International Contemporary Art Exhibition, Gallery Cube, Peking
"Weiß auf Weiß", Galerie A.M. Andersen, Zürich
2005 2. Pekinger Internationale Biennale, Peking
Die Retrospektive, Galerie Annamarie M. Andersen, Zürich
2004 Declaration-100 Artists for Peace, National Museum of Modern Art, Sepoul/Korea
Expressing Document, Museum of Nordwest China, Xi´an/VR. China
2003 Chinese Contemporary Painting, Shanghai Museum
Shanghai International Enviromenmt Art and Sculpture Expo, Shanghai/VR. China
Grosse Kunstausstellung NRW, Düsseldorf (auch 19999, 2000 und 2001)
Kunst Zürich 2000, 2003, mit Galerie Annamarie M. Andersen, Zürich
2002 Zero in China, Hai-Shang-Shan Art Center, Shanghai
Museum der Zentralen Kunstakademie, Peking
2001 6. Internationale Fototage, Herten
Grosse Kunstausstellung NRW, Düsseldorf
2000 Der Weiße Fleck bleibt weiß, Galerie Michael Schlieper, Hagen

Werke in öffentlichen Sammlungen: British Museum, London; Stadt Heidelberg; Kunsthistorisches Institut der Universität Heidelberg;
Deutsch Amerikanisches Institut Heidelberg; Ethno-Expo/Ethnologische Ausstellungen, Zürich;
Internationale Kunstsammlung SAP; Kunststiftung des Museums Villa Rot; China Akademie für
Bildende Kunst, Hangzhou; Akademie der Künste, Universität Anhui; Kunstsammlung der Bank Cial, Zürich; Bayer AG /Leverkusen, Ministerpräsidium Tübingen. Museum Zhu Jizhan, Shanghai. Kunststiftung La Roche, Basel, Bethe Stiftung,Wuppertal

Bibliographie (Auswahl ab 2000)
Christian zu Mecklenburg: Tusche und Schiefer auf hauchzarten China-Papier, Ausstellung Qi Yang in der Galerie Pudelko, in General-Anzeiger, Bonn 09.10.2000
Milan Chlumsky: Nicht nur Lotosblüten, Der chinesische Künstler in der Galerie Pudelko in Bonn, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2000
Heike Maria Molitor: Qi Yang . Mittler zwischen Ost und West, Künstlerportrait, in: Kunst-Zeit 3-4, Köln 2001
Tina Krämer: Der Westen trifft den Osten, Doppelausstellung mit Arbeiten von Qi Yang und Mark Tobey,in: Südwest Presse/Ulmer Kultur, 18.04.2001
Swantje Karich: Spekulationen über den Nabel der Kunstwelt, Ausstellung in der Galerie Pudelko, Generalanzeiger, Bonn 01./02.05.2002
Milan Chlumsky: Klarheit der Begriffe, Begriffe der Klarheit - Die Ausstellung "Cultural Identity" im Museum Ludwig in Koblenz, in: Rhein-Neckar Zeitung, 04.06.2002
Marc Scheps: Steinsteinsein, in: Qi Yang - Stein Zeit Raum, Katalog, Kunstverein Siegburg, Köln 2003
Beate Reifenscheid: Qi Yang - Die utopische Gegenwart, in: Qi Yang, Beyond the Heaven, Kerber Verlag Katalog, Bielefeld 2005


Michael Apitz

Malerei
2. März 2007 - 14. April 2007
Eröffnung: Freitag, 2. März, 19:00 Uhr
Einführung: Markus Hebgen, Leiter der Stiftung Kloster Eberbach

Michael Apitz

Der 1965 in Eltville geborene Diplom-Designer Michael Apitz ist in vielen Bereichen der Malerei und Grafik zuhause.
Bekannt wurde er aber vor allem durch das Medium COMIC und die Figur "KARL - der Spätlesereiter", die er gemeinsam mit Eberhard und Patrick Kunkel 1988 erschuf und die ihn zu einem der erfolgreichsten deutschen Comiczeichner machte.

Parallel dazu entstanden ab 1995 Arbeiten im Bereich der freien Malerei, in denen das Thema Landschaft bisher im Vordergrund stand. Im Gegensatz zu den Karikatur- und Comiczeichnungen sind Apitz Gemälde eher von einer gewissen Nachdenklichkeit und Verinnerlichung geprägt. Vordergründig wirken sie oft impressionistisch, jedoch sind die Licht- und Farbstimmungen so niemals in der Natur zu finden. Vielmehr dienen die Landschaften als Medium, um eigene Stimmungen einzufangen, bzw. das abzubilden, was der Maler bei der Reflexion der Landschaft empfindet. So können die Arbeiten auch als eine Art gemalte Meditation verstanden werden, gegenständlich, aber oft an der Grenze zur Abstraktion gehalten, sodass dem Betrachter Raum zur Phantasie bleibt.
Apitz wurde anfangs stark durch die Landschaftsgemälde Caspar David Friedrichs und vor allem durch das Spätwerk William Turners inspiriert, Ziel seiner Landschaftsmalerei ist das "emotionale Aufladen" - ein Überführen des Abgebildeten in das Übersinnliche, ohne den Bezug zum Irdischen zu verlassen. So sind seine Gemälde Seelenlandschaften, transportieren seine Liebe zur Kulturlandschaft Rheingau / Mittelrhein und mahnen gleichzeitig zum sensiblen Umgang mit ihr.

2006 entstand zur Feier des hessischen Teils des Weltkulturerbes Mittelrheintal in Rüdesheim am Rhein das WELTERBE-WEIN-TRIPTYCHON.

Michael Apitz:
Kulturpreisträger des Rheingau-Taunus-Kreises 1997.
Erfinder der Wein-Comic-Figur "KARL, der Spätlesereiter" ( 1988 ) zus. mit Eberhard und Patrick Kunkel.
Zahlreiche Publikationen + Arbeiten als Karikaturist für verschiedene Medien, Firmen Privatpersonen.
Lehrauftrag für Karikatur an der FH Wiesbaden ( seit 2001 ).
Er lebt und arbeitet in Hausen v.d.H,. an der Grenze zwischen Rheingau und Taunus.

Sandra Heinz

Grafik und Objekte
12. Januar - 24. Februar 2007
Arbeiten von Sandra Heinz
Eröffnung: Freitag, 12. Januar, 19:00 Uhr
Einführung: Ulrich Meyer-Husmann, Mainz

"... In ihrem künstlerischen Werk geht es Sandra Heinz weniger um Erfinden als um Finden. Der Zugriff auf bereits Vorhandenes, sei es in Form von Printmedien, Zeitungen oder Magazinen oder - wie in der Ausstellung - in vorm von ausrangierter Kleidung ist ein Charakteristikum ihrer Arbeit…..". So schreibt Ulrich Meyer-Husmann im Vorwort des Kataloges, der zur Ausstellung von Sandra Heinz in der Galerie Nero erscheint.

Die Transformation von Vorgefundenem ist ein wesentliches Gestaltungselement der Künstlerin. Dies kann zum Beispiel durch Auseinanderschneiden und neu Zusammenfügen, Tränken in Farbe oder Wachs geschehen. Ob in den Objekten oder Graphiken, immer geht es darum, die eigentliche Bedeutung des Gegenstandes zu verändern, zu erweitern.

In ihren graphischen Arbeiten gibt es Gruppen, die in direktem Bezug zu den gezeigten Objekten stehen. In Form von Materialdrucken und Laserdrucken werden Stofflichkeit, Faltungen, sogar das Innenleben von Kleidungsstücken in immer wieder neuen Ansichten ins Blickfeld des Betrachters gerückt.
Daneben stehen die genähten Zeichnungen als ganz eigene Formfindungen mit Nadel und Faden. Ein konzentriertes Erspüren der Linien im Vor- und Zurücknähen und Ausloten der Möglichkeiten mit der Maschine.
Die Farbe Rot schafft immer wieder eine Verbindung zwischen den gezeigten Graphiken und Objekten. In ihrer Intensität weckt sie die Aufmerksamkeit und Assoziationen in einem Spektrum von Vitalität und Verletzung.

Durchgängig für die Arbeiten von Sandra Heinz ist das Prinzip der Serie. Dies liegt in der Auffassung der Künstlerin begründet, Formfindung als Prozess zu sehen, bei dem es nicht nur eine einzige, sondern mehrere Möglichkeiten gibt. Das Arbeiten in Serien zielt auf die Reihe. Das einzelne Blatt oder Objekt wird in eine Ordnung mit anderen Blättern und Objekten gestellt. Im Neben- und Miteinander der Formen ergeben sich neue Bezüge, eine Summe von Teilen, dies es für den Betrachter zu entdecken gilt.

 
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