Ausstellungen 2006

Patrick Baillet

Malerei/Mischtechnik
10. November - 6. Januar 2007
Eröffnung, Freitag 10. Dezember 2006, 19.00 Uhr
Einführung: Bernd Brach

Der französische Maler PATRICK BAILLET aus Reims ist in der Rhein-Main-Region kein Unbekannter. Nach einer ersten Ausstellung Mitte der 80er Jahre in der Industrie- und Handelskammer Wiesbaden mit deutschen Künstlern in Kontakt gekommen, zeigte er seine Arbeiten in der Deutschen TerminBörse Frankfurt, bei Kunst im Weinberg 2003 auf dem Neroberg mit einer großen Installation und im letzten Jahr in der Städt. Galerie Schlangenbad.

Die Galerie NERO zeigt Acrylbilder und neue Papierarbeiten mit expressivem Ausdruck und großer Farbintensität. So beweist Baillet einmal mehr, wie er als Meister der Farbe in der Tradition französischer Malerei steht und diese weiterentwickelt.


K.R.H. Sonderborg

Malerei und Tuschzeichnungen
2. September - 28. Oktober 2006
Eröffnung, Samstag 2. September 2006, 17.00 Uhr

Einführung:
Walter Bischoff, Galerie Walter Bischoff Berlin
Museum Villa Haiss, Zell a.H.

Seit den 50er Jahren gehört Sonderborg zu den wichtigsten deutschen Künstlern. Sein Werk bildet eine Brücke zwischen dem europäischen und amerikanischen Action Painting. Er selbst nennt es unmittelbare Malerei.Geboren wurde er am 5. April 1923 als Kurt Rudolf Hoffmann in Sonderborg in Dänemark Von 1938 bis 1940 absolvierte Kurt Rudolf Hoffmann eine kaufmännische Lehre in Hamburg. Von 1947 bis 1949 besuchte er die Kunstlandesschule und studierte bei Willem Grimm. 1950 begann er mit verschiedenen Tuschetechniken zu experimentieren. Den Künstlernamen Sonderborg nahm Kurt Rudolf Hoffmann im Jahr 1951 an. Zwei Jahre später wurde er Mitglied der Gruppe „Zen 49“. Ab 1958 zog Sonderborg nach Paris, bis er sieben Jahre später nach Stuttgart an die Staatliche Akademie der Bildenden Künste berufen wurde. Sonderborg ging vom Tachismus und Action Painting aus und widmete sich in seiner Malerei dem Aspekt der Bewegung und der Geschwindigkeit. Die Serie „Fliegender Gedanke“ ist von dieser gestischen Dynamik geprägt. Sonderborg ist stark von Großstadtimpressionen, ausgelöst durch Aufenthalte in New York, Paris und London, Umweltgeräuschen und Jazz – sein Vater war Jazzmusiker – geprägt. Seine Bilder, die der amerikanischen gestischen Malerei näher stehen als dem europäischen Informel, schafft er mit spontanem Farbauftrag, in dem sich ein strukturelles, dynamisches Gefüge herauskristallisiert, das die Form im Zustand des Werdens zeigt. Die Titel der Bilder markieren jeweils Datum und Uhrzeit ihres Entstehens. Meist verwendet er die Farben Schwarz und Rot, die er auf der Bildfläche verreibt oder verwischt. Mit seiner Bildsprache steht Sonderborg dem Zen-Buddhismus nahe. Heute lebt und arbeitet der Künstler in Chicago, Paris, Berlin und Hamburg.


Joachim Hiller

Werke von 1967 bis heute
6. Mai - 31. August 2006

Joachim Hiller, Jahrgang 1933, war nach dem Studium an der Meisterschule für das Kunsthandwerk, Berlin, in den Jahren 1958 - 1962 als Werbegrafiker und Artdirektor in Frankfurt am Main und Hamburg tätig.
1969 zog sich Hiller aus dem Agentur-Rummel zurück und widmete sich ausschließlich der Malerei. Dem Kunstmarkt stand Hiller lange Zeit zurückhaltend gegenüber, und so blieben seine Werke bis zum letzten Jahr der breiten Öffentlichkeit weitgehend vorenthalten. Sein vielfältiges, in rund 35 Jahren gewachsenes Oeuvre, kommentiert von dem Kunstkritiker Dr. Roland Held, Darmstadt, kann jetzt u. a. in mehreren Druckwerken, als auch in der Galerie Nero, sowie im Museum Villa Haiss (betrieben von der Walter Bischoff Galerie, Zell a. H.) gesehen werden. Hiller läßt sich stilistisch nicht in eine Schublade einordnen, vielmehr stellt er eine originäre Position neben den klassischen Kunst-Ismen dar.

"Erde, Wasser, Feuer, Luft- sind das nicht Metaphern auch für uns innewohnende Kräfte, für unsere unterschiedlichen seelischen Energien? Wenn sie, auch auf Hillers Bildern, öfter mal nicht in Reinkultur auftauchen, sondern miteinander ringend oder sich gegenseitig durchdringend, in unaufhörlichem Kräfte-Kreislauf flukturieren, dann wahrscheinlich, weil das dem inneren Haushalt des Menschen entspricht.
Wie sagte Heraklit, "der Dunkle" unter den vorsokratischen Denkern: "Es lebt das Feuer der Erde Tod und die Luft lebt des Feuers Tod, das Wasser lebt der Luft Tod, die Erde den des Wassers." (Auszug aus der Katalog-Besprechung zu Hillers Werken von Dr. Roland Held, Darmstadt)


Joachim Hiller
1933 in Berlin geboren
1949-53 Studium an der Meisterschule für Kunsthandwerk, Berlin
1954-58 Grafiker in Berlin
1958-62 Werbegrafiker in Frankfurt
1963-68 ArtDirector in Hamburg und Frankfurt am Main
seit 1969 freier Maler in Frankfurt am Main
seit 1990 freier Maler in Wiesbaden und Mainz, jetzt Nierstein
seit 2006 vertreten durch die Galerie Nero, Wiesbaden
 
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